Einer der Faktoren, die sowohl das Auftreten als auch den Verlauf von Prostatakrebs beeinflussen können, ist die Zusammensetzung der Ernährung.
Seine Wirkung ist zwar geringer als bei Magen-Darm-Krebs (bei Prostatakrebs liegt der Ernährungsfaktor bei ca. 15%, bei Magen-Darm-Krebs kann er bis zu 75% betragen), ist aber dennoch nicht zu vernachlässigen.
Dies wird durch die Tatsache bestätigt, dass die Inzidenz von Prostatakrebs in Amerika und Europa relativ hoch ist (ca. 15 %), bei Asiaten jedoch deutlich niedriger ist. Allerdings haben asiatische Einwanderer in den Vereinigten Staaten in der ersten Generation ein um das 9- bis 9-fache erhöhtes Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, verglichen mit Männern in ihren Heimatländern.
Obwohl für einige Substanzen ein positiver oder protektiver Effekt auf die Entstehung oder den Verlauf von Prostatakrebs nachgewiesen wurde, haben Studien den genauen Wirkmechanismus und die geeignete Dosis noch nicht gezeigt.
Die folgenden Stoff- und Elementgruppen, die in einigen Lebensmitteln enthalten sind, können entweder der Vorbeugung dienen oder helfen, den Verlauf einer bereits bestehenden Krankheit zu lindern.
Phytoöstrogene sind pflanzliche Polyphenole und ihre zwei wichtigen Untergruppen sind Isoflavonoide und Lignane. Isoflavonoide wirken als natürliche Inhibitoren (Verzögerer) von Krebs und kommen in hohen Konzentrationen natürlicherweise hauptsächlich in Soja vor.
Lignane, die in Nüssen, Leinsamen und anderen Samen sowie in Getreidevollkornprodukten vorkommen, haben auch antikarzinogene und antioxidative Wirkungen.
Lycopin ist ein Pflanzenpigment, das einigen Obst- und Gemüsesorten eine rote Farbe verleiht. Es wirkt als Antioxidans und trägt auch zur gesunden Funktion der Prostata bei. Tomaten zum Beispiel haben einen hohen Lycopin-Gehalt, besonders wenn sie gekocht werden – zum Beispiel in Form einer Soße.
Die Vitamine A und D tragen bei regelmäßiger Einnahme dazu bei, das Risiko für Prostatakrebs zu senken. Sie helfen aber auch bei der bereits etablierten Erkrankung, da sie das Wachstum von Tumorzellen verlangsamen.
Vitamin E trägt vor allem bei Rauchern dazu bei, das Auftreten von Prostatakrebs zu reduzieren und enthält zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Mandeln oder Butter.